„Wir sind mehr als je zuvor“
Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Kommunalwahlen in Bayern
„Das ist das beste Ergebnis, das Die Linke bei einer Landtagswahl in Baden-Württemberg je hatte“, sagte LINKEN-Parteichef Jan van Aken am Wahlabend, dem 8. März.
Der Wahlkampf hatte sich in den letzten Wochen zwischen CDU und Bündnis90/Die Grünen zugespitzt. Van Aken verwies darauf, dass viele den CDU-Spitzenkandidaten nicht als Ministerpräsidenten sehen wollten. Um ihn zu verhindern, haben mehr Menschen Die Grünen gewählt. Oder besser Cem Özdemir. Denn er trat mit Plakaten an, auf denen es nur um seine Person ging, nicht um die dahinterstehende Partei.
Obwohl Die Linke zuvor laut Wähler:innenumfragen schon bei 6,5 Prozent stand, reichte es am Wahltag mit 4,3 Prozent nicht für den Einzug in den Landtag. Die Aufholjagd zwischen Grünen und CDU kostete SPD und LINKEN wertvolle Stimmen. Ein Effekt, den man auch von der Landtagswahl 2024 in Brandenburg kannte. Da trat der amtierende Ministerpräsident Dietmar Woidke mit der Aufforderung an, wer Woidke will, wählt SPD. Es war die klare Aufforderung, die AfD als stärkste Kraft zu verhindern. Das gelang, sorgte aber dafür, dass Stimmen von LINKEN und Grünen die SPD stärkten und beide Parteien seitdem nicht mehr im Landtag vertreten sind. Aus Sicht der LINKEN fehlt damit ein wichtiges Korrektiv im Brandenburger Landtag. Das fehlt nun auch in Baden-Württemberg. Aber Die Linke ist optimistisch: „Leider hat es am Ende nicht ganz gereicht. Doch wir sind heute mehr als je zuvor – und wir sagen: Jetzt erst recht! Wir werden weiter mit voller Kraft für ein bezahlbares Leben kämpfen, in Baden-Württemberg und überall!“ heißt es auf dem Instagram-Kanal der LINKEN. Und, so lautet ein Kommentar: „Was in Baden-Württemberg nicht geklappt hat, holen wir in Rheinland-Pfalz nach.“ Dort wird am 22. März ein neuer Landtag gewählt.
Gut sind die Kommunalwahlen in Bayern für Die Linke ausgegangen. Die Linke habe in den Städten zugelegt, aber auch in der Fläche des Landes, erklärte die Parteivorsitzende Ines Schwerdtner am 9. März auf einer Pressekonferenz. In München zum Beispiel hat sich der Anteil der LINKEN auf 6,2 Prozent fast verdoppelt.

