Wehe dem Verlierer …
Christa Luft über die Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion zwischen der DDR und BRD vor 35 Jahren
Am 1. Juli 1990 trat die Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR in Kraft. Mit diesem Datum verbinden sich insbesondere die Bilder der vor Sparkassen Schlange stehenden DDR-Bürger und -Bürgerinnen. Dabei beinhaltete dieser Vertrag weit mehr als den Einzug der D-Mark in die DDR.
Das stimmt. Es war eine verhängnisvolle politische Weichenstellung, deren Nachwirkungen bis heute spürbar sind. Alles begann mit der abrupten Einführung der D-Mark ohne schrittweise erfolgende Anpassungsmaßnahmen. Die überstürzte Vereinigung orientierte sich auf Nachbau West statt Auf- und Ausbau zukunftsfähiger Strukturen nebst weitgehendem Erhalt der traditionellen Wirtschaftsbeziehungen ostdeutscher Unternehmen, insbesondere zu Osteuropa und der Sowjetunion. Und natürlich hatte das unselige Wirken der Treuhandanstalt unter Birgit Breuel von der CDU verheerende Folgen: Deindustrialisierung, Massenarbeitslosigkeit, zerstörte Lebensentwürfe … mehr

