Petition „Bezahlkarte abschaffen!“
Auf dem 346. ZOOM-Mitgliederstammtisch berichtete der Verein „Women in Exile e.V.“ über die Probleme, mit denen sich Menschen herumschlagen müssen, die staatliche Leistungen zum Lebensunterhalt nur über die Bezahlkarte erhalten. Die Bargeldverfügung ist auf 50 Euro für Erwachsene begrenzt. Allein durch die Benutzung der Bezahlkarte werden sie bereits stigmatisiert. Dazu kommt, dass die Karte nicht überall angewendet werden kann. Das betrifft viele Kleinhändler, Trödelmärkte, aber auch Läden mit national-typischen Lebensmitteln, Apotheken, Kindereinrichtungen, Schulen, Rechtsanwälte und vieles andere. Asylsuchende werden so gezielt durch die Regierung seit 2024 diskriminiert und in ein System der Kontrolle und Überwachung gezwungen.
Deshalb entstanden in den Ländern und Regionen Netzwerke „NEIN zur Bezahlkarte“. Diese nehmen mit der Bezahlkarte gekaufte Einkaufsgutscheine von Lidl, Aldi, REWE & Co. entgegen und geben diese an solidarische Menschen weiter, die dann damit in diesen Märkten einkaufen können. Somit kann der Handlungsspielraum für die Asylsuchenden verbessert werden, womit aber das grundlegende Problem der Diskriminierung nicht beseitigt ist. Dafür braucht es eine politische Lösung. Deshalb haben Women in Exil, NEIN zur Bezahlkarte Berlin-Brandenburg und der Evangelische Kirchenkreis Potsdam gemeinsam die Petition „Bezahlkarte abschaffen!“ gestartet. Am 25.09.26 sollen die Unterschriften der Petition an die Landesregierung übergeben werden.
Unterschreibt bitte diese Petition, die nur online unterzeichnet werden kann!
Für den 25.09.26 ist für 11 Uhr außerdem eine Kundgebung vor dem Potsdamer Landtag geplant. Auch hier ist eure Unterstützung wirklich wichtig.
Und es werden solidarische Menschen gesucht, die regelmäßig Einkaufsgutscheine übernehmen.
Ab 1. September finden an jedem ersten Dienstag des Monats von 10 bis 18 Uhr Tauschaktionen in unserer
Kreisgeschäftsstelle
Ostrower Straße 3
03046 Cottbus
Telefon: (0355) 22 44 0
statt.
