Luxemburg und Liebknecht verbinden Jung und Alt
Auf Initiative unserer Linksjugend trafen sich am 20. Januar zum Gespräch und Austausch beim Politfrühstück, was jeweils Jung und Alt mit dem Erinnern an die beiden standhaften Sozialisten verbinden. Schon vorangegangene Gesprächsrunden zwischen jungen und langjährigen Genoss*innen waren vom Interesse an den Erfahrungen aus jüngster Geschichte, die im Schulalltag von heute vernachlässigt werden, getragen.
Wie schon in den Jahren der DDR nehmen auch in der Gegenwart Tausende aller Altersgruppen am Gedenken in Berlin-Friedrichsfelde teil. Gesprächseinführend sagte Mathias Kroll, beim Gedenken ginge es nicht darum, die Asche zu wahren, sondern das Feuer weiterzugeben.
Der Funke, das Feuer, mit dem sich Rosa und Karl für eine solidarische, internationalistische, friedliche Welt mit aller Konsequenz einsetzten, ist nicht erloschen. Den Mut, die Unbeugsamkeit, wegen ihres Kampfes gegen Militarismus und Ausbeutung beständig verfolgt, verfemt, verhaftet zu werden und das Notwendige auch gegen eine feindliche Übermacht zu sagen (Karls Ablehnung der Kriegskredite 1914 im Reichstag) brauchen wir ganz aktuell wieder. Aber auch ihre Zuversicht und Warmherzigkeit trotz aller politischen Debatten. Ihre Zugewandtheit den Menschen gegenüber, ihre Präsenz an den Brennpunkten und ihre aufrüttelnden Reden machten sie zu unter den Arbeitern sehr beliebten Arbeiterführern, verraten von den Führern der Sozialdemokratie, tief verhasst bei der Reaktion, die ihren hinterhältigen Mord in Auftrag gab.
Der Funke, der erneut zum Feuer werden muss, ist in unserer Gegenwart die Abwehr des Vormarsches der Faschisten aller Couleur, der Kampf um Frieden und gegen die steigenden Rüstungsausgaben, um eine solidarische, für alle und überall lebenswerte Welt, in der weder Mensch noch Klima und Umwelt in Gefahr sind. Ein Leben ohne Angst überall.
Nach dem anregenden Gedankenaustausch begaben wir uns gemeinsam zum Denkmal für die Opfer von Faschismus und Militarismus in der Puschkinpark und legten Blumen nieder, für Karl und Rosa.

