Krieg braucht Öl und Gas
Warum Militär und Rüstungssektor auf fossile Brennstoffe angewiesen sind – und wieso niemand so genau weiß, wie viel Klimagase sie produzieren.
In Deutschland treibt die Bundesregierung den Ausbau von Gaskraftwerken voran. Laut Bündnis »Ende Gelände« hängt das auch mit der massiven Aufrüstung zusammen: »Militarisierung braucht klimaschädlichen Stahl und enorme fossile Energie.« Verkauft würde dies als »Sicherheit«. In Wahrheit aber führten mehr Gas und mehr Waffen nur tiefer in die Krisen von Krieg und Klima.
Tatsächlich ist das Militär auf fossile Energie angewiesen: Kampfflugzeuge, Schiffe, Panzer laufen fast ausschließlich auf Kerosin, Diesel oder schwerem Öl. Diese Systeme sind technisch sehr schwer auf erneuerbare Energien umzustellen, da sie hohe Energiedichte und Zuverlässigkeit in Extremsituationen erfordern. Zudem benötigen Militäreinsätze lange Nachschubketten – Treibstofftransporte sind dabei oft der größte Logistik-Posten überhaupt. Die US-Armee schätzte, dass in Afghanistan zeitweise über 70 Prozent der Konvois Treibstoff transportierten.
Auch Militärbasen weltweit benötigen Strom und Wärme, häufig durch eigene Generatoren auf Dieselbasis – besonders in abgelegenen oder feindlichen Gebieten, wo Netzanschluss nicht möglich ist … mehr

