
Kein Abriss und Verdrängung
Rund 50 betroffene Mieter*Innen und solidarische Anwohner*Innen kamen am 1. Juli in Ströbitz zusammen, um sich über die Zukunft ihrer Nachbarschaft zu verständigen. Im Mittelpunkt standen die Sperrung ihrer Balkone sowie die Sorge vor Abriss und steigenden Wohnkosten.
Zu Gast waren die Bundestagsabgeordnete Isabelle Vandre (Die Linke) sowie Thomas Schmidt von der Initiative „Genossenschaft von unten“. Beide berichteten von Erfahrungen aus anderen Städten und diskutierten mit den Anwesenden darüber, wie Mieter*innen und Genossenschaftsmitglieder ihre Mitbestimmungsrechte stärken und wohnungspolitische Entscheidungen beeinflussen können. Dabei wurde deutlich, dass Transparenz, demokratische Beteiligung und der Erhalt bezahlbaren Wohnraums zentrale Voraussetzungen für eine soziale Wohnungspolitik sind.
Die zentrale Frage des Abends lautete: Wie geht es weiter?
Mit Blick auf den Runden Tisch am 20. Juli, an dem Vertreter*innen der Stadt und der eG Wohnen teilnehmen werden, wurde intensiv über die nächsten Schritte beraten. Viele Bewohner*innen fordern Klarheit darüber, ob lediglich die Balkone ersetzt oder abgerissen werden sollen oder ob sogar ganze Wohnblöcke zur Disposition stehen.
Die hohe Beteiligung zeigte, dass sich die Menschen in Ströbitz nicht mit Entscheidungen über ihre Köpfe hinweg abfinden wollen. Der Abend machte deutlich:
Der Wunsch nach Mitsprache ist groß, und die Bereitschaft, sich gemeinsam gegen Abriss, Verdrängung und Intransparenz zu organisieren, wächst.



