Gedenken an Rosa und Karl
Am 17. Januar kamen wir von DIE LINKE Lausitz gemeinsam mit Genoss:innen und Interessierten am Denkmal für die „Opfer des Faschismus und Militarismus“ in Cottbus zusammen, um Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht zu gedenken.
Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht wurden am 15. Januar 1919 von rechten Freikorps ermordet, da sie sich unermüdlich gegen Krieg, Militarismus, Ausbeutung und Unterdrückung eingesetzt hatten. Ihr Mut, auch gegen eine feindliche Übermacht das Notwendige zu sagen, ihre internationale Solidarität und ihre Tiefe Verbundenheit mit den arbeitenden Menschen machen sie bis heute zu Vorbildern einer linken, emanzipatorischen Politik.
Im Rahmen des Gedenkens wurden Auszüge aus „Trotz alledem!” gelesen – Worte des Widerstands, der Zuversicht und der Entschlossenheit. Sie machen deutlich, dass Resignation keine Option ist und der Kampf für eine gerechte Gesellschaft auch unter schwierigsten Bedingungen fortgeführt werden muss.
In einer Zeit, in der rechte Ideologien wieder an Einfluss gewinnen, die Militarisierung vorangetrieben wird und die soziale Ungleichheit wächst, ist das Erinnern untrennbar mit polnischem Handeln verbunden. Der Funke muss erneut zum Feuer werden – im Kampf gegen Faschismus, für Frieden, soziale Gerechtigkeit und eine lebenswerte Welt für alle ohne Angst, Ausgrenzung und Ausbeutung von Mensch und Natur.
Zum Abschluss des Gedenkens legten wir gemeinsam Blumen am Denkmal nieder. In stiller Solidarität erinnerten wir an Rosa und Karl und bekräftigten unseren Willen, ihren Kampf weiterzuführen.
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Der Artikel „Trotz alledem!“ erschien am 15.01.1919 in der Zeitung „Rote Fahne“ und war der letzte Artikel von Karl Liebknecht.

