"Kuba droht eine humanitäre Katastrophe!" im Hintergrund ein altes haus auf Kuba.

Ende der Blockade!

Offene Worte - bc

Kuba wird durch die USA von dringend benötigtem Treibstoff abgeschnitten.
Hilfsgüter zur Verhinderung einer humanitären Katastrophe kommen aus Spanien 
und Mexiko, Solidarität von der Afrikanischen Union, die UNO und von Erdölarbeitern.

Seit gut einer Woche ist die Reisewarnung des Auswärtigen Amtes in Kraft. Nach Kuba soll man nicht mehr reisen, wenn es nicht absolut notwendig ist. Als Grund wird der akute Treibstoffmangel angegeben. Denn seit Jahrzehnten wurde Erdöl aus Venezuela geliefert.

Seit die USA den dortigen Präsidenten entführt haben und nunmehr eine Übergangsregierung im Sinne der USA herrscht, sind die Lieferungen an Kuba gestoppt worden. Auch Mexiko stoppte die Transporte, nachdem die US-Regierung Ländern, die Kuba beliefern, mit Zöllen gedroht hatte. Darüber hinaus sollen die USA Lieferungen, die Kuba auf dem freien Markt erworben hatte, gezielt abgefangen haben. Die ohnehin seit über 60 Jahren bestehende Blockade der kubanischen Wirtschaft wurde damit noch einmal verschärft. Die damit verbundene Energiekrise betrifft alle Lebensbereiche, die Wirtschaft, die persönliche Versorgung. Stromabschaltungen gibt es nach Angaben von amerika21.de bis zu 12 Stunden am Tag. Der öffentliche Nahverkehr erlahmt, das Telefonnetz funktioniert kaum noch, der Müll türmt sich. Die medizinische Versorgung ist eingeschränkt. Aus einem Bericht vom 19. Februar auf amerika21.de geht hervor, „dass mehr als 32.000 Schwangere durch die verschärfte US-Treibstoffblockade der Insel zusätzlichen Gesundheitsrisiken ausgesetzt sein werden. Nach offiziellen Angaben könnten zudem die mehr als 61.000 Säuglinge von Einschränkungen in der medizinischen Versorgung betroffen sein.“ Auch die Beschaffung von Medikamenten, medizinischen Instrumenten wird erschwert. Was den Gesundheitsbereich besonders betrifft, bestimmt aber auch alle anderen Bereiche, denn Fracht- und Linienflüge werden immer weiter ausgedünnt, weil die Flugzeuge in Kuba nicht mehr betankt werden können.

Kuba versucht, die Lebensmittelversorgung aufrechtzuerhalten und Photovoltaikanlagen auszubauen. Dennoch wächst die Gefahr einer humanitären Katastrophe. Spanien hat humanitäre Hilfe angekündigt, Mexiko hat bereits zwei Schiffe mit Hilfsgütern geschickt. Die Afrikanische Union forderte Mitte Februar auf ihrem Gipfeltreffen erneut ein Ende der US-Blockade gegen Kuba. Die UNO forderte dies ebenfalls. Solidarität kommt auch vom „Vereinigten Erdölarbeiterverband“ in Brasilien, der die Energieblockade durch die USA gegen den karibischen Inselstaat durchbrechen will.