Schulstreik gegen Wehrpflicht
Am 5. Dezember hat der Bundestag über das neue Wehrdienstgesetz abgestimmt und dieses beschlossen. Damit werden alle Männer ab dem Geburtsjahr 2008 gemustert – der Wehrdienst soll vorerst freiwillig bleiben.
Um zu zeigen, dass sie damit nicht einverstanden sind, sind am selben Tag Tausende Schüler*innen bundesweit auf die Straße gegangen um zu demonstrieren. Die Linksjugend Lausitz beteiligte sich im regionalen Bündnis „NEIN zu Wehrpflicht“ an der Vorbereitung und Durchführung dieser Demonstration in Cottbus. Unterstützt wurde der Streiktag auch von Eltern, Großeltern, Gewerkschaften und es sollen auch Lehrer*innen dabei gewesen sein.
Der Treffpunkt war der Schillerpark hinter dem Staatstheater. Von dort führte die Demoroute zur Bibliothek der BTU, weiter zum Piccolo Theater und Spremberger Turm, wo passenderweise sich auch das Karrierezentrum der Bundeswehr befindet. An den Haltepunkten gab es Reden und Musik. Es meldeten sich vor allem Schüler*innen zu Wort. An der letzten Station gab es auch eine Beitrag der Linksjugend.
Im Fokus stand vor allem die Betroffenenperspektive der Schüler*innen. Es wurde auf den desolaten Zustand der Schulen, der enormen Militarisierung der Gesellschaft sowie auf die zugespitzte Weltlage hingewiesen und darauf, dass sich die Jugend eine selbstbestimmte Zukunft wünscht, die ihnen nicht vorgeschrieben wird und Krieg keine Perspektive ist. Das wurde auch an den kreativ gestalteten Plakaten deutlich.
Für die meisten jugendlichen Anwesenden war es möglicherweise ihre erste politische Demonstration und wahrscheinlich auch ein erster Schritt zur eigenen Politisierung. Daher ist besonders die überraschend große Teilnehmerzahl von über 200 Menschen erfreulich.
Die Linke hat die Demonstration mit heißem Tee, Infomaterial, einer Rede und genereller Präsenz unterstützt.
Am 5.3.2026 soll erneut demonstriert werden – dann hoffentlich mit noch größerer Beteiligung.

