Am 2. Februar jährt sich zum 81. Mal ein Verbrechen der Hitler-Faschisten ganz in unserer Nähe:
In Jamlitz-Lieberose befand sich eine Außenstelle des KZ Sachsenhausen, in dem von 1943-1945 etwa 10 000 zumeist jüdische Häftlinge aus verschiedensten Ländern litten. In der nackten Heide sollten sie unter schwerster körperlicher Arbeit den Truppenübungsplatz „Kurmark“ errichten. Kälte, Hunger, Entkräftung, die Brutalität der SS-Wachmannschaften führte zum Tod sehr vieler Häftlinge. Entkräftete, die nicht mehr „nützlich“ waren, wurden ins Gas nach Auschwitz geschickt.
Beim Heranrücken der Roten Armee wurde das Lager aufgelöst, die Mehrzahl der Häftlinge auf einen 170 km langen Todesmarsch geschickt, den viele nicht überlebten. Wer nicht mehr gehen konnte, wurde am Straßenrand von der SS erschossen.
Die letzten im Außenlager verbliebenen 577 Häftlinge wurden am 2.2.1945 vor Ort erschossen, ihre Gebeine bei Straßenbauarbeiten in den 70-er Jahren aufgefunden, eingeäschert und auf dem Friedhof Lieberose beigesetzt. Seitdem erinnern ein Mahnmal und eine symbolische Gruft an die vielen Opfer.
Seit vielen Jahren gedenken Mitglieder der LAG Netzwerk Europäische Linke an der Gedenkstätte Lieberose der Ermordeten, wenngleich das offizielle Gedenken nach Jamlitz, zur neu eingerichteten Gedenkstätte, verlagert wurde.
Wir möchten die Aufmerksamkeit auch weiterhin auf den ersten Gedenkort in Lieberose lenken, wo die Asche der 577 Erschossenen ruht und um dessen Erhalt hartnäckig gerungen wurde.
Die Gedenkveranstaltung findet am 2. Februar um 14 Uhr am Denkmal in Lieberose statt.
Ablauf
14:00 Uhr – Treff am Museum
Statement der Bürgermeisterin Frau Michelchen
14:10 Uhr – Kulturbeitrag: Thomas Tussou (percussion) beginnt am Mahnmal
danach 1 Lied Isabell Neuenfeld (Akkordeon)
14:15 Uhr – Rede Isabelle Vandrè (10 Minuten)
14:25 Uhr – Kulturbeitrag: Isabell Neuenfeld (Akkordeon)
14:35 Uhr – Niederlegung Sträuße (Linke LDS/ VVN-BdA/ Stadt Lieberose)
Im Anschluss ist das Museum zur Besichtigung geöffnet
Der Verein Mahnmal Lieberose lädt Antifaschist:innen der Region ein, sich zu beteiligen.
LAG Netzwerk Europäische Linke

