Heraus zum 1. Mai – Auch in Spremberg war der Aufruf zu vernehmen
Der 1. Mai hat als Tag der Arbeit seine Ursprungsgeschichte in den USA, im 19. Jahrhundert, im Kampf der Arbeiter für gerechte Löhne und annehmbare Arbeitszeiten. Seit dem Beginn des 20. Jahrhundert ist er auch in Europa ein Kampftag der Werktätigen für menschenwürdige Arbeit, für ein für alle zugängliches Gesundheitswesen und soziale Gerechtigkeit. . . .
Der 1. Mai auch eine Linke Tradition
Für uns Linke ist es deshalb auch weiterhin Tradition geblieben, alle Werktätigen an diesem Tag zur Demonstration für Gerechtigkeit und Sicherung von Arbeit aufzurufen. Gemeinsam mit den Gewerkschaften galt es immer für die Rechte und Interessen der Arbeitnehmerschaft einzustehen. Dort, wo Unternehmen und Konzerne spüren, dass sie ihre Profitinteressen durchsetzen können, drohen Sozialabbau und sich verstärkende Kriegstreiberei, die mit einer rasanten Stärkung der Rüstungsindustrie einhergeht.
Unsere Gäste am 1. Mai
Birgit Kaufhold begrüßte die anwesenden Gäste. Es sprachen zu uns u.a. unser Vorsitzende des Kreisverbandes Die Linke Lausitz und stellvertretende Landesvorsitzende Die Linke Brandenburg, Yasmin Kirsten. Herzlich begrüßt wurden auch unsere Spremberger Bürgermeisterin Christine Herntier und Kommunalpolitikerinnen aus dem Landkreis Spree-Neiße und der Stadt Spremberg, die die Gelegenheit zur Wortmeldung nutzten.
Zur internationalen Situation
Die Internationale Lage mit der Sanktionspolitik der EU und der Hochrüstungspolitik stehen für den aktuellen wirtschaftlichen Abschwung. Ganze Industriezweige (auch in Deutschland) erwägen inzwischen nicht nur ihre Produktion auszulagern, sondern Produktionsbereiche aktuell der Rüstungsindustrie zur Verfügung zu stellen, da Energiekosten, und Sanktionspolitik die Wirtschaft weiterhin massiv schwächen. Den Kürzeren ziehen dabei wir, das arbeitende Volk. Denn Rüstungskosten haben nichts mit Wertschöpfung für die Verwirklichung vernünftiger Lebensbedingungen zutun. Es sind nur Kosten, die der Staat natürlich von uns allen abverlangt, um die Kriegsgeräte zu bezahlen.
Der Kriegstreiberei folgt Sozialabbau
Der Feind ist ausgemacht. Russland ist an allem Schuld. Die Bundespolitik steht für Kürzungspolitik und zerlegt hart erkämpfte Arbeitnehmerrechte und unsere Sozialsysteme. Sie wollen die Arbeitszeiten ausweiten und Überstunden zur Pflicht machen. Feiertage sollen gestrichen werden, selbst den 1. Mai will die Union abschaffen. Dieser Trend entwickelte sich bereits seit 2022, seitdem die militärische Auseinandersetzung zwischen Russland und der Ukraine bestehen und die EU massiv ihre Sanktionspolitik „gegen Russland“ aufrechterhält und dabei auch die eigene Wirtschaft an den Rand des Ruins treibt. Die Ukraine selbst kann dabei nur durch massive Geld- und Waffenlieferungen aus der westlichen Welt ihren militärischen Auseinandersetzungsprozess gegen Russland fortführen. So führt man inzwischen einen dauerhaften Abnutzungskrieg, der nur unendliche Zerstörungen und massenhaften Tod auf beiden Seiten der Kriegsparteien zur Folge hat und haben wird. Wem nutzt das? Uns nutzt es jedenfalls nicht und den betroffenen Menschen in den Kriegsgebieten auch nicht.
Das Wichtigste: Frieden zuerst
Deshalb stand auf unserer 1. Mai-Veranstaltung im Caféhaus Zille vor allem das Thema Frieden an erster Stelle. In zahlreichen Reden wurde dazu gesprochen und auf die Bedeutung für eine Forderung nach Frieden aufmerksam gemacht. Gemeinsam gehen wir am 1. Mai auf die Straße – für Löhne und Renten, die zum Leben reichen, für eine soziale Absicherung, die diesen Namen verdient. Für Arbeitszeiten, die zum Leben passen! Die Wochenarbeitszeit ist unverhandelbar! Gesprochen wurde aber auch zu zahlreichen regionalen und kommunalpolitischen Themen. Das haben die Rednerinnen, die zu den Teilnehmern sprachen, als engagierte Bürgerinnen in der Kommunalpolitik deutlich gemacht.

