8. Mai 2026 – Tag der Befreiung in Spremberg

Der Tag der Befreiung ist für DIE LINKE ein Tag des ehrenden Gedenkens an die Befreier, den Sowjetsoldaten und Alliierten, an die Opfer rassistischer und politischer Verfolgung und an den antifaschistischen Widerstand. Der 8. Mai 1945 steht ganz besonders in Europa für das Ende des durch den deutschen Faschismus und seinen Verbündeten Italien und Japan in die Welt getragenen Krieg und Völkermord. Über 60 Millionen Menschen wurden im zweiten Weltkrieg getötet. Die damalige Sowjetarmee trug bei der Befreiung vom deutschen Faschismus die Hauptlast. Viele europäische Länder wurden durch sie befreit und die Sowjetunion hatte mit über 27 Mio. Toten die meisten Opfer durch den deutschen Faschismus zu beklagen. Vom Westen her kamen die alliierten Staaten auf Deutschland zu. Dies waren England, Frankreich und die USA. Dafür auch heute immer wieder: Spasíba, Thank you und Merci.

Am 20. April 1945 befreien Sowjetsoldaten die Stadt Spremberg

Sowjetsoldaten waren es, die am 20. April 1945 die Region um Spremberg befreiten, nachdem kurz zuvor die deutsche Wehrmacht unsere Stadt zur Festung erklärt hatte. Dies führte zu mehr Toten und Opfern auf Seiten der kämpfenden Soldaten und der Zivilbevölkerung. Das Maß der Zerstörung in unserer Stadt Spremberg war dadurch wesentlicher größer. Auch in Spremberg haben die Stadtverwaltung und Bürgerinnen und Bürger der Opfer gedacht und Blumen an verschiedenen Gedenkstätten niedergelegt. (Siehe untenstehende Fotos)

Damals und heute?

Bei politischen Diskussionen an unseren Infoständen und auch auf unseren Treffen der Spremberger Linken erkennen viele unserer älteren Parteimitglieder, Bürgerinnen und Bürger an den Merkmalen europäischer und deutscher Politik eine Art Kriegshysterie. An allem ist der Feind ausgemacht. Und wieder soll es Russland sein. Die in den Medien zu erlebende europaweite Russophobie, die militärischen Aktivitäten in der Ostsee und weitere politische und militärische Unterstützungen des Krieges in der Ukraine werde nahezu als ein Spiegelbild zu den Zeiten vor 1933 angesehen. Dazu sehe man auch aktuelle Ereignisse (z.B. Erklärung über eine strategische Partnerschaft zwischen Deutschland und der Ukraine), die die Entstehung einer neuen Weltkriegssituation befördere. Eine „Dritte-Weltkriegs-Gefahr“ werde gesehen.

Worin sehen wir eine gegenwärtige Militarisierung und Kriegsgefahr

Weitere Reaktivierung und Ausbau einer starken Rüstungsindustrie mit massiven Kapazitätssteigerungen, Verlegung deutscher Bundeswehrtruppen nach Litauen, Wehrdienstwerbung an Schulen und in der Öffentlichkeit, Aktivierungsbestreben von Wehrpflicht, hausgemachte Energiemangellagen, hohe Energiepreise, Wirtschaftsembargos gegen „unliebsame Länder“, die europa-/weltweite Sanktionspolitik gegen „unbequeme“ Bürger, die ständige Einmischung von Politik in innere Angelegenheiten anderer Länder, der zu verspürende wirtschaftliche Abschwung im eigenen Land in Folge von ungezügelter Sanktionspolitik gegen Dritte. Weltweit geschürte Angst-Kampagnen auf verschiedenen Sachgebieten, wie Klima, Gesundheit und der Digitalisierung, gezielte Steuerung und Beeinflussung der Informationspolitik, verstärkte Überwachung des gesamten öffentlichen Lebens.

Wer nicht feiert, hat verloren“.

Der Thüringer Landesverband hat in seiner gemeinsamen Erklärung vom Landesvorstand und Landtagsfraktion zum Tag der Befreiung am 8. Mai 2026 u.a. folgendes formuliert: „ . . . Am 8. Mai feiern wir den Tag der Befreiung vom deutschen Faschismus und sagen: „Wer nicht feiert, hat verloren“. Mit der bedingungslosen Gesamtkapitulation der Wehrmacht endete 1945 die nationalsozialistische Gewaltherrschaft. Dafür danken wir den alliierten Befreier*innen der sowjetischen, amerikanischen, britischen und französischen Armeen sowie den vielen Partisan*innen und Widerstandskämpfer*innen. . . .“

Quelle: https://www.die-linke-thl.de/aktuelles/startseite/detail/news/gemeinsame-erklaerung-zum-tag-der-befreiung-am-8-mai/

Vom Faschismus befreit ist ein Auftrag für heute!

Jugendliche in Berlin und Brandenburg protestieren deshalb am heutigen 08. Mai 2026 gegen Wehrpflicht, denn dieser Tag steht ganz besonders für „Nie wieder Krieg von deutschem Boden!“ Das haben damals viele Menschen geschworen. Doch aktuell scheint vergessen, was einst für die Menschheit nach dem Ende des zweiten Weltkrieges die wichtigste Forderung war. Heute, am 08. Mai 2026 standen deshalb u.a. junge Menschen, Schülerinnen und Schüler zum Beispiel auch in Potsdam und Cottbus auf der Straße, um gegen die Wehrpflicht zu demonstrieren. Ihre Forderungen „Bildung statt Bomben“ oder „Nicht unser Krieg“ oder auch „Die Jugend ist kein Kanonenfutter“. Gute Bildungschancen, gute Arbeitsplätze und geringe Lebenskosten für Wohnen und Lebensmittel sind mit Blick auf unsere Zukunft aktuell keine Selbstverständlichkeit mehr. Abbau sozialer Leistungen bei Gesundheit und Pflege sind Folge der angekurbelten Rüstungsindustrie. Das Gesetz über den neuen Wehrdienst trat zum 1. Januar 2026 in Kraft. Kern ist die verpflichtende Musterung für junge Männer ab dem Jahrgang 2008, beginnend ab Juli 2027.

Bilder vom ehrenden Gedenken an Gedenkstätten zum 08. Mai 2026

  • Im Spremberg-OT Schwarze Pumpe,
  • Spremberg Stadt – Georgenberg
  • und Stadt Welzow, Friedhof